Tagebuch

Zusammenführung der localhy-Komponenten auf der Kläranlage Sonneberg-Heubisch

Januar 2019 – Seit Ende 2018 stehen der localhy-Druckelektrolyseur und die Betriebstankstelle einsatzbereit auf der Kläranlage Sonneberg-Heubisch zur gemeinsamen Verwendung mit der bereits im Sommer 2016 in Betrieb gegangenen Versuchskläranlage. Bei einem Projekttreffen des localhy-Konsortiums im Januar 2019 konnten sich die Projektpartner von der Funktionsfähigkeit der Komponenten überzeugen. Betankungen von Wasserstoff-Pkw sind jetzt auf der Kläranlage in Sonneberg möglich. Mit dem gemeinsamen Probebetrieb soll nach der Einbindung in die Leittechnik der Kläranlage im Frühjahr 2019 begonnen werden. Der Wasserstoff-Kreislaufmotor, der bereits als Vollmotor in Dessau-Roßlau aufgebaut und in Betrieb ist, wird auf der 11. Dessauer Gasmotoren-Konferenz am 11./12. April der Öffentlichkeit vorgeführt werden. Anschließend wird er zu Probezwecken auf die Kläranlage Sonneberg-Heubisch gebracht werden, um den Betrieb zusammen mit den anderen localhy-Komponenten zu untersuchen.

Vier Wasserstoffautos stehen nebeneinander vor einem Gebäude

Pressemitteilung zur Gründung von HySON: Energiewende - Sonneberg hat verstanden und handelt

In der überregionalen Tageszeitung „Die Welt" wurde am 27.08.2018 ein Artikel von Sven Jösting veröffentlicht mit dem Titel „Das Thema Wasserstoff muss endlich Schule machen". Der Autor kritisiert, die Bundesregierung hätte das Potenzial von grünem Wasserstoff für unsere Energiesicherheit in keiner Weise verstanden. Er beschreibt, dass hier gerade ein Megatrend entsteht, auf den Japan und China sich schon jetzt einstellen. Der Autor rät, Deutschland sollte folgen, bevor es zu spät ist. Das finden auch maßgebliche Akteure in der Region um Sonneberg. Bereits seit einigen Jahren hat sich die Wasserstofftechnologie in Sonneberg etabliert. Die Fa. Kumatec GmbH hat in Neuhaus Schierschnitz bei Sonneberg einen wegweisenden und innovativen Hochdruckelektrolyseur entwickelt.
Zusammen mit regionalen Partnern, darunter u.a. die Wasserwerke Sonneberg, die Bauhaus Universität Weimar und der Fa. Isle aus Ilmenau ins Leben gerufen, zeigt das Verbundprojekt LocalHy auf der Kläranlage Sonneberg, welches Potenzial in der Anwendung der Wasserstofftechnologie steckt. In einem weiteren beantragten Verbundprojekt H2Well sollen die Anwendungen der Wasserstofftechnologie breiter aufgestellt und weiter in der Region entwickelt werden. Die Anwendungen der Wasserstofftechnologie sind nicht nur ein wichtiger Baustein für die Energiewende, den Klimawandel und die emissionsfreie Mobilität, sondern eröffnen auch viele neue Geschäftsfelder für mittelständische Unternehmen. Sie geben Impulse für Kommunen und Regionen. Und das gerade in einer Zeit, in der viel über die Zukunftsfähigkeit der Industrie diskutiert wird.
Die Forschung und Anwendung der Wasserstofftechnologien, von Wasserstoffsystemen und der dazugehörigen Infrastruktur ist das Anliegen des am 13. September 2018 in den Wasserwerken Sonneberg gegründeten Vereins mit dem Namen: HySON – Förderverein Institut für Angewandte Wasserstoffforschung Sonneberg e.V. Zum Vorsitzenden des Vorstandes wurde Bernd Hubner – Wasserwerke Sonneberg – gewählt, die beiden Stellvertreter sind Dr. Joachim Löffler – Kumatec GmbH - und Dr. Ulrich Palzer – Direktor vom Institut für angewandte Bauforschung Weimar. Den Vorsitz des Wissenschaftlichen Beirates übernahm Prof. Dr. Mark Jentsch von der Bauhaus Universität Weimar. Damit wird die Vorreiterrolle der Stadt Sonneberg und des Landkreises Sonneberg für diese Zukunftstechnologie unter Beweis gestellt.

Gruppenfoto der Gründer des HySON Vereins

Prof. Dr. Mark Jentsch und Sebastian Büttner, beide Bauhaus Universität - Institut für zukunftsweisende Infrastruktursysteme, Bas Groenen, Geschäftsführer Kumatec, Bernd Hubner, Geschäftsführer des WAZ Sonneberg, Dr. Joachim Löffler, Geschäftsführer der Kumatec, Dr. Ulrich Palzer, Direktor vom Institut für angewandte Bauforschung Weimar, Bürgermeister der Stadt Sonneberg Dr. Heiko Voigt, Michael Bindzettel, Geschäftsführer der LIKRA Sonneberg, Holger Scheler, Leiter des Bauamtes der Stadt Sonneberg, Prof. Dr. Tobias Reimann, TU Ilmenau – Institut für elektrische Energie und Steuerungstechnik und Steffen Hähnlein, Geschäftsführer der Stadtwerke Sonneberg

Bilder © Heidi Losansky

Landschaft mit Klärbecken auf kleinem Hügel

localhy auf der Zielgeraden zur Systemzusammenführung auf der Kläranlage Sonneberg-Heubisch

Juli 2018 - Bis zum Herbst 2018 soll die Systemzusammenführung der localhy-Komponenten auf der Kläranlage Sonneberg-Heubisch erfolgen. Die Planungen hierfür sind weit fortgeschritten. Der Druckelektrolyseur und die Betriebstankstelle sind inzwischen über viele Monate betriebserprobt und fertig für den Einsatz auf der Kläranlage in Sonneberg. Die Versuchskläranlage steht ebenfalls für den gemeinsamen Betrieb aller Komponenten bereit. So ist bereits vor einigen Wochen von technischem Flaschensauerstoff auf den Betrieb mit Sauerstoff aus dem localhy-Druckelektrolyseur umgestellt worden. Die Entwicklung des Kreislaufmotors ist fortgeschritten mit ersten erfolgreichen Tests im Probebetrieb. Weiterhin durchläuft der für die localhy-Tankstelle neu entwickelte hydraulische Verdichter derzeit ebenfalls weitere Optimierungen. Der der gemeinsame Probebetrieb rückt jetzt in greifbare Nähe.

Publikum im Saal sitzend hört Präsentation zu Wasserstoff

Kick-off der Initiative H2-Well in Sonneberg setzt Maßstäbe für die Entwicklung einer dezentralen, grünen Wasserstoffregion

Die aus der Arbeit im Projekt LocalHy hervorgegangene Initiative H2-Well zur Entwicklung einer dezentralen, grünen Wasserstoffregion zwischen Main und Elbe hat am 17. Mai 2018 bei ihrer Auftaktveranstaltung in Sonneberg ihre Ideen für eine lokal organisierte Wasserstoffwirtschaft skizziert. 80 Akteure, unter anderem aus den Branchen Maschinenbau, Elektrizitätswirtschaft, Logistik und der Automobilzulieferindustrie sowie auch Vertreter aus Wissenschaft, Forschung, Kommunen und deren Aufgabenträgern sind der Einladung gefolgt.

Die Anwesenden waren sich einig, dass eine frühzeitige Einbindung der Bevölkerung, die Klärung von rechtlichen Rahmenbedingungen und die Optimierung von Wasserstofftechnologien von hoher Relevanz sind, um Hemmnisse abzubauen und die Akzeptanz für eine Wasserstoffgesellschaft zu fördern. In Workshops wurden hierzu vielfältige Ideen eingebracht wie dies erfolgen kann.

In den nächsten Monaten wird die Ausrichtung des Bündnisses weiter konkretisiert werden, so dass dann ab 2019 mit ersten Forschungs- und Umsetzungsprojekten in den beiden Pilotstädten Sonneberg und Apolda begonnen werden kann. Die Region besitzt durch ihre Struktur mit kleinen und mittleren Unternehmen und Forschungseinrichtungen insgesamt hervorragende Voraussetzungen für die Umsetzung einer dezentralen Wasserstoffwirtschaft. Dies wird durch die hohe Bereitschaft von Kommunen, kommunalen Aufgabenträgern, Versorgungsunternehmen und Bildungseinrichtungen ergänzt, an der Gestaltung einer Wasserstoffregion mitzuwirken.

Die Initiative H2-Well wird in der Phase der Konzeptentwicklung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Programm Wandel durch Innovation (WIR!) unterstützt.

Link zur Website der H2-Well Initiative

Gruppenfoto der localhy-Protagonisten

localhy-Projekttreffen in Weimar zur Vorbereitung des Demonstrationsbetriebs aller Komponenten

Am 12. April 2018 haben sich alle Projektpartner zum 9. LocalHy-Projekttreffen in Weimar getroffen. Dabei stand die Detailplanung zum Zusammenbringen aller LocalHy-Einzelkomponenten auf der Kläranlage Sonneberg-Heubisch im Vordergrund. Zudem berichteten die Partner von den Forschungs- und Entwicklungsfortschritten in ihren Einzelprojekten. Die Zusammenschaltung aller LocalHy-Komponenten bestehend aus Elektrolyseur, Tankstelle, Kreislaufmotor und Versuchskläranlage auf der Kläranlage Sonneberg-Heubisch wird in der zweiten Jahreshälfte 2018 erfolgen und dann entsprechend der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Ein Auto steht vor zwei überdachten Wasserstoff-Tanksäulen

localhy präsentiert sich in Japan im Rahmen einer Delegationsreise des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft

Dr. Joachim Löffler von der Kumatec GmbH, Bernd Hubner von den Wasserwerken Sonneberg und Jun.-Prof. Dr. Mark Jentsch von der Bauhaus-Universität Weimar waren von 1. bis 7. Oktober 2017 Teil einer Delegationsreise nach Japan, die unter Leitung von Wolfgang Tiefensee, dem Thüringer Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft stattfand. Als „Gruppe Wasserstoff“ der Thüringer Wirtschaftsdelegation wurde der fachliche Austausch mit Vertretern aus der japanischen Industrie vorangetrieben und im Rahmen der Jahresveranstaltung des Deutsch-Japanischen Wirtschaftskreises (DJW) am 2. Oktober in Tokio über die Entwicklungen der Wasserstoffwirtschaft im Projekt localhy in Thüringen referiert. In Tokio diskutierte das Team außerdem mit Vertretern der Tokyo Metropolitain Government über deren Visionen zu einer Wasserstoffwirtschaft für die Olympischen Sommerspiele 2020 in Japan. Weiterhin wurde in Tokio eine von der Iwatani Corporation betriebene Wasserstofftankstelle mit angeschlossenem Showroom für das Brennstoffzellenfahrzeug Toyota Mirai besucht. In Yokohama wurden Gespräche mit Mitgliedern der Hydrogen Supply Chain Development Unit der Chiyoda Corporation durchgeführt und eine Demonstrationsanlage zur Untersuchung der Potenziale eines neuartigen Wasserstoffspeicher- und Transport-Systems besichtigt. Weitere Gespräche fanden bei Panasonic in Osaka und Kyocera in Kyoto statt, wo über die Nutzung von Brennstoffzellen als sogenannte „enefarms“ für Wohngebäude und die Potenziale der Wasserelektrolyse aus erneuerbaren Energien in einer künftigen Wasserstoffwirtschaft diskutiert wurde.

Wasserstoffauto mit localhy-Beklebung

Wasserstoff – ein Garant für die Energiewende

Am 18.05.2017 wurde das Thema „Wasserstoff“ im Deutschlandfunk Kultur aufgegriffen. Wie kann Wasserstoff für eine emissionsfreie Mobilität genutzt werden? Welche Bedeutung hat Wasserstoff als alternative Energiequelle? Der Link zum Podcast und zu weiteren Informationen finden Sie hier.

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